Entstehung

 

 

Entstehung der innerdeutschen Grenze

Mitten durch Deutschland, von Lübeck bis Hof, zog sich eine 1393 km lange Grenze. Sie trennte nicht nur Deutsche von Deutschen, sondern sie war auch die Trennlinie zwischen den beiden großen Machtblöcken der Welt. Die Teilung Deutschlands war die unmittelbare Folge des zweiten Weltkrieges. Schon vor Kriegsende einigten sich die späteren Siegermächte über die Aufteilung Deutschlands.

Schon nach dem "Londoner Protokoll" vom 12. September 1944 sollte das Deutsche Reich in seinen Grenzen vom 3 1. Dezember 1937 in drei Besatzungszonen (eine amerikanische, britische und sowjetische) aufgeteilt werden.

Auf der Konferenz von Jalta (4. - 11 , Februar 1945) genehmigten Churchill, Roosevelt und Stalin das "Londoner Protokoll". Eine zusätzliche französische Besatzungszone wurde durch Aufteilung von Gebieten aus den westlichen Besatzungszonen vereinbart. Die Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen verliefen weitgehend entlang der bis 1945 bestehenden Landes- bzw. Provinzgrenzen. Örtliche Abweichungen von diesen Grenzen erfolgten später aufgrund von Vereinbarungen der Besatzungsmächte.

Die "Potsdamer Konferenz" (17. Juli - 2. August 1945) der Staatschefs der Siegermächte einigte sich darauf, die Nachkriegsgestaltung Deutschlands in seinen Grenzen von 1937 einem Friedensvertrag vorzubehalten.

 

Die Bundesrepublik Deutschland entstand in den Grenzen der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszonen, die DDR innerhalb der sowjetisch besetzten Zone (Berlin war nicht Bestandteil einer der vier Besatzungszonen, insbesondere nicht der es umgebenden sowjetischen Besatzungszone; es hatte einen Sonderstatus).

Anlässlich des sog. Grundlagenvertrages im Jahre 1972 wurde noch einmal bestätigt, dass sich der Verlauf der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik nach den diesbezüglichen Festlegungen des Londoner Protokolls vom 12. September 1944 bestimmt.

 

Die Demarkationslinie von Lübeck bis Hof (d. h. die Zonengrenze der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands nach Westen) wurde erstmals für den Verkehr in beide Richtungen am 30. Juni 1946 auf Verlangen der sowjetischen Besatzungsmacht vom "Kontrollrat für Deutschland" gesperrt.

Danach ab 29. Oktober 1946 war der Verkehr nur noch stark reglementiert und kontrolliert möglich.

 

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